Luftaufnahme einer Ackerlandschaft mit einer Landstraße

Neue Gesundheitsnetze

Versorgung sichern, Prävention stärken

Eine Kooperation von Verband der Privaten Krankenversicherung
Technische Universität Dresden Forschungsgruppe Digital Health
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Herausforderung der Gesundheitsversorgung

Gesundheitsversorgung auf dem Land im Umbruch

Die Alterung der Gesellschaft stellt auch das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen: Während viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen, steigt der Behandlungsbedarf. Gleichzeitig erschweren knappe kommunale Haushalte, fehlendes Personal und begrenzte Kapazitäten die Entwicklung tragfähiger Lösungen. Umso wichtiger ist es, vorhandene Ressourcen zu bündeln und neben der medizinischen Versorgung auch Prävention, Pflege, bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfe einzubeziehen.

Durchschnittsalter

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland liegt bei

0

Jahren

Renter/Rentnerinnen

Auf 100 Erwerbsfähige kommen in Deutschland

0

Rentnerinnen und Rentner.

Hausärzte/Hausärztinnen

In Deutschland sind

0 %

der Hausärzte und -ärztinnen über 60 Jahre alt.

Ärzte/Ärztinnen

Für 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen gibt es in Deutschland

0

ambulante Ärztinnen und Ärzte.

Fachärzte/Fachärztinnen

In Deutschland sind

0 %

der Fachärzte und -ärztinnen über 60 Jahre alt.

Leitfragen

Fragestellungen zur Zukunft der Gesundheitsversorgung

Ausgehend vom Status Quo stellen sich folgende Fragen:  

  • Wie bleibt regionale Gesundheitsversorgung trotz wachsender Versorgungslücken tragfähig?
  • Wie können Medizin, Pflege, Kommune und Zivilgesellschaft wirksamer zusammenarbeiten?
  • Welche Rolle spielen Prävention und Gesundheitsförderung für eine alternde Bevölkerung?
  • Welche Modelle entlasten Akteure vor Ort und stärken die Versorgung?
  • Was können Regionen aus erfolgreichen und schwierigen Praxisbeispielen lernen?
Zur Studie

Neue Gesundheitsnetze: Versorgung sichern, Prävention stärken.

Im Projekt „Neue Gesundheitsnetze“ wird untersucht, wie regionale Gesundheitsversorgung und kommunale Prävention angesichts des demografischen Wandels tragfähiger gestaltet werden können. Die Studie verbindet zwei Perspektiven: In einer ersten Untersuchung standen Arzt-, Praxis- und Gesundheitsnetzwerke im Mittelpunkt; in einem zweiten Untersuchungsteil wurden kommunale Präventionsprojekte für eine alternde Bevölkerung analysiert.

Zum Projekt

In zwei Erhebungsphasen, 2022/2023 und 2025/2026, wurden bestehende Gesundheitsnetzwerke sowie kommunale Präventionsprojekte aus Deutschland untersucht. Im Mittelpunkt standen Ansätze, die zeigen, wie Versorgungslücken geschlossen, knappe Ressourcen besser genutzt und Gesundheit, Selbstständigkeit und soziale Teilhabe im Alter gestärkt werden können. Grundlage der Analyse waren Literatur- und Dokumentenrecherchen, strukturierte Interviews mit Projektverantwortlichen sowie die Aufbereitung ausgewählter Praxisbeispiele. Damit hat die Studie einen besonderen Fokus auf die Perspektive der Akteure vor Ort.

An wen wir uns richten

Die Ergebnisse richten sich an Akteure aus Gesundheitsversorgung, Pflege, Kommunen, Sozial- und Wohlfahrtsorganisationen, Ehrenamt, Selbsthilfe und Politik. Sie sollen Orientierung bieten für alle, die regionale Versorgung sichern, kommunale Prävention stärken und neue Formen der Zusammenarbeit vor Ort entwickeln möchten.

Über uns

Dieses Projekt ist in Kooperation des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V. (Geschäftsbereich Politik: Dr. Timm Genett, Dr. Anke Schlieker, Nils Stakowski) mit Frau Dr. Peggy Richter und Herrn Prof. Dr. Hannes Schlieter von der Forschungsgruppe Digital Health an der Technischen Universität Dresden entstanden.

 

Studienergebnisse

Erkenntnisse im Überblick

Die untersuchten Gesundheitsnetze und kommunalen Präventionsprojekte zeigen: Zukunftsfähige Versorgung entsteht dort, wo Akteure vor Ort Verantwortung teilen, Ressourcen bündeln und Gesundheit nicht allein als Aufgabe des medizinischen Systems verstehen. Die wichtigsten Ergebnisse aus beiden Studienteilen sind: 

  1. Koordination schafft Verlässlichkeit: Tragfähige Ansätze brauchen klare Zuständigkeiten, professionelle Steuerung und dauerhafte Ansprechstrukturen.
  2. Zusammenarbeit erweitert Ressourcen: Medizin, Pflege, Kommune, soziale Träger, Ehrenamt, Selbsthilfe und Vereine können Versorgung und Prävention gemeinsam stärken.
  3. Prävention muss alltagsnah sein: Angebote erreichen ältere Menschen besser, wenn sie niedrigschwellig, wohnortnah und in vertraute Strukturen eingebettet sind.
  4. Transfer braucht lokale Anpassung: Was in einer Region funktioniert, lässt sich nicht eins zu eins kopieren. Erfolgreicher Transfer braucht lokale Bedarfsanalysen, engagierte Partner, gesicherte Koordination und Spielräume für regionale Besonderheiten.
  5. Verstetigung entscheidet über Wirkung: Gute Ideen reichen nicht aus - notwendig sind langfristige Finanzierung über Projektförderungen hinaus und politische Rückendeckung. 

zwei Broschüren in unterschiedlichen Farben
Studien zu

Neuen Gesundheitsnetzen

Beide Broschüren stehen Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung. Wenn Sie eine gedruckte Version bevorzugen, können Sie sich die Broschüren auch zusenden lassen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und bestellen Sie die Broschüren. 

 

Gesundheitsversorgung (PDF, 2.8 MB)

kommunale Prävention (PDF, 13.2 MB)